Nissen 01

Zweck der Lehrevaluation ist nach meiner Auffassung, Anreize zu schaffen, die eigene Lehre kontinuierlich zu verbessern. Sie ist damit eindeutig ein Instrument des Hochschul-Controllings. Dem Dozenten wird dabei nach Ablauf einer Lehrveranstaltung das Ergebnis der studentischen Beurteilung vorgelegt. Die Ergebnisse sollen zum einen aufzeigen, an welchen Stellen der Lehrveranstaltung konkret Schwachstellen vorliegen, die zu beseitigen wären. Zum anderen senden sie insgesamt Impulse aus, sich im Rahmen der Veranstaltung zu engagieren. Es findet sozusagen ein Soll-Ist-Vergleich mit anschließenden Korrekturmaßnahmen statt, vgl. folgende Abbildung.

Lehrevaluation

 

Die Ziele einer jeweiligen Lehrveranstaltung und damit das "Soll" des Dozenten ist – idealtypisch – fachlich-inhaltlich und methodisch in der Modulbeschreibung abzulesen, wobei eine eindeutige Orientierung hinsichtlich "Learning Outcome" gefordert ist. Es geht also nicht um eine Input-orientierte Lehrgestaltung, sondern um eine nachhaltige Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die sich an den mittel- und langfristigen Lehrresultaten misst.

Voraussetzung einer effektiven Lehrevaluation ist,

  • dass Bewertungskriterien vorliegen, die eine geeignete Lenkungswirkung entfalten und
  • dass – von den Studierenden –objektiv und gerecht bewertet wird.